Einsatzbereich

Was haben die Städte New York, Hongkong, Manizales und Perugia gemeinsam? – Jede dieser Städte hat ein spezifisches Mobilitätsproblem mit Hilfe eines seilgezogenen Personentransportsystems gelöst. In Hongkong (China, 7 Millionen Einwohner) ging es um die möglichst schonende Erschließung eines Naherholungsgebietes, in Manizales (Kolumbien, 380.000 Einwohner) wurde ein preiswertes, aber hocheffizientes innerstädtisches Nahverkehrsmittel gesucht, und in Perugia (Italien, 160.000 Einwohner) war die Erschließung des Zentrums mit einem modernen Verkehrsmittel das Ziel.

Urbane Seilbahnen erleben derzeit eine Renaissance:

- sie sind relativ preiswert in der Errichtung;
- sie benötigen wenig Personal (automatische Systeme);
- sie ermöglichen eine hohe Frequenz der Abfahrten (z.B. jede Minute ein Wagen in Perugia)
- sie prägen das Stadtbild (Stadtmarketing).

 

Vorteile aus ökologischer Sicht

- sie sind abgasfrei;
- sie ermöglichen eine Reduktion des Energieverbrauchs bei geringem Fahrgastaufkommen;
- sie sehen eine Rückgewinnung der Bremsenergie vor;
- sie bilden einen aktiven Beitrag zur Abfallvermeidung, da die Nutzungsdauer mehrere Jahrzehnte beträgt und nur leicht recycelbare  Verschleißteile periodisch ausgetauscht werden müssen.

Geschichtlich gesehen zählen Seilbahnen zu den ältesten urbanen Massentransportsystemen (1862 Lyon, 1873 Cable Car San Francisco). Mit diesen Vorgängern haben heutige seilgezogene Personentransportsysteme nur noch die technischen Grundprinzipien gemeinsam. In der Ausführung handelt es sich heute um sichere, zuverlässige und voll automatisierte Transportsysteme, die gerade den neuen Prinzipien der Stadtentwicklung (Kleinräumigkeit, Funktionsmischung, Ökologie) Rechnung tragen.